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Fach- und Arbeitsbereiche

Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften

Da die Alte Geschichte eigenständig organisiert ist und nicht direkt zum Institut für Geschichte gehört, stellt das Mittelalter das älteste Epochenfach des Instituts dar. In Forschung und Lehre beschäftigt sich dieser Arbeitsbereich mit dem Zeitraum zwischen etwa 500 und 1500. Dies erschließt eine Welt, die zugleich in vielen Bereichen die Grundlage für die moderne europäische Kultur legte, aber auch in vielen ihrer Aspekte aus moderner Perspektive grundsätzlich fremd erscheint. Wir lehren dazu die Grundlage für eine Auseinandersetzung mit den Quellen dieser Epoche. Dazu gehören insbesondere die Historischen Hilfswissenschaften (u.a. die Paläographie und Diplomatik, die Chronologie, die Heraldik, Vexillologie und Sphragistik, die Epigraphik und die Realienkunde, deren Erforschung in Graz über eine besondere Tradition verfügt). Zu den derzeitigen Schwerpunkten des Arbeitsbereichs gehören neben den hilfswissenschaftlichen Studien die Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Mittelalters, die Landesgeschichte, der Mittelmeerraum und der Kulturaustausch zwischen Europa und Asien im Mittelalter, die Erforschung der jüdischen Geschichte des Mittelalters, mittelalterlicher Redediskurse und Gelehrsamkeit sowie die Körper- und Geschlechtergeschichte. Weitere Informationen zur mediävistischen Forschung und Lehre in Graz bietet die Homepage des Arbeitsbereichs

Geschichte der Frühen Neuzeit

Die Arbeitsschwerpunkte des Fachbereichs in Forschung und Lehre liegen auf der Geschichte der frühneuzeitlichen politischen Kultur Europas, wobei rechts- sowie medien- und kommunikationsgeschichtlichen Aspekten die besondere Aufmerksamkeit gilt, sowie im Bereich der Wissenskulturen des 18. Jahrhunderts und der Historischen Museologie. Mit Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. phil. Marlies Raffler lehrt die einzige für das Fach „Historische Museologie“ habilitierte Historikerin unserer Universität in unserem Fachbereich. Seit mehr als zwei Jahrzehnten organisiert und administriert der Fachbereich den zertifizierten Studienschwerpunkt „Kulturmanagement – Angewandte Kulturwissenschaften“, der es Studierenden aller Fachrichtungen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät erlaubt, eine praxisbezogene Zusatzqualifikation zu erwerben. Nicht nur großer fachwissenschaftlicher, sondern auch großer öffentlicher Aufmerksamkeit erfreut sich das von Ao. Univ. Prof. Dr. Siegfried Beer (i.R.) geleitete Austrian Center for Intelligence, Propaganda & Security Studies. Hier kommen Sie zur Homepage Geschichte der Frühen Neuzeit.

Allgemeine Zeitgeschichte

Die Allgemeine Zeitgeschichte mit besonderer Berücksichtigung außereuropäischer Völker und Kulturen, 1984 in Graz eingerichtet, widmet sich der Geschichte des 20. Jahrhunderts inklusive der Vor- und Nachgeschichte aus vorwiegend sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven. Sie vertritt dabei eine globale Sichtweise, ohne die Fragestellungen, die sich aus der Region ergeben, dadurch zu vernachlässigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Geschlechtergeschichte. Der Arbeitsbereich ist in regionale, nationale und internationale Netzwerke integriert.

Österreichische Geschichte und Zentraleuropa

Der Fachbereich „Österreichische Geschichte“ am Grazer Institut für Geschichte versteht sich als historisches Längsschnittfach. Der räumliche Schwerpunkt der hier angesiedelten Forschung und Lehre liegt auf der Untersuchung historischer Phänomene in der gesamten Region Zentraleuropa sowie in einzelnen Teilregionen, zeitlich wird vorrangig auf das 19. und 20. Jahrhundert fokussiert. Der dabei zur Anwendung gebrachte Zentraleuropa-Begriff betrachtet den untersuchten Raum nicht allein als strukturgeschichtliche, sondern noch viel stärker als kulturhistorische Kategorie (M. Csàky). So bilden das multiethnische und -religiöse, plurikulturelle und vielsprachige habsburgische Staatengebilde in der Sattelzeit der Moderne, die imperiale Prägung Zentraleuropas und die davon verursachten asymmetrischen (Macht-)Beziehungen zwischen verschiedenen Nationen, Ethnien und ihren jeweiligen Kulturen den Ausgangspunkt für theoretisch wie methodisch produktive Analysen der (späten) Habsburgermonarchie wie auch ihrer Nachfolgestaaten nach 1918.

Unter diesem Gesichtspunkt befassen sich die im Fachbereich angesiedelten Forschungen mit kulturellen Symboliken, normativen Diskursen, gesellschaftlichen Institutionen und sozialen Gruppen ebenso wie mit einzelnen historischen Akteurinnen und Akteuren. Im Zentrum stehen Fragen der politischen Kultur, Zugehörigkeiten, Konzepte von Identität/Alterität, Gedächtnisbeziehungen, Geschlecht, Materialität, Wissenstransferprozesse oder breit gefasst soziale Bewegungen.

Südosteuropäische Geschichte und Anthropologie

Die Südosteuropäische Geschichte und Anthropologie an der Karl-Franzens-Universität Graz ist die einzige wissenschaftliche Institution in Österreich, die sich in Forschung und Lehre auf  Geschichte und Anthropologie Südosteuropas konzentriert. Diese Orientierung ist aus zwei Gründen sinnvoll: Erstens hat die Karl-Franzens-Universität in Geschichte und Gegenwart auf Grund ihrer geografischen Lage Bedeutung für das südöstliche Europa. Dies war auch eines der Argumente, das 1970 zur Gründung der Lehrkanzel für Südosteuropäische Geschichte geführt hat – in Ergänzung zum Grazer Institut für Slawistik, das starke balkanologische Traditionen aufweist. Zweitens bringt es der Universitätsschwerpunkt "Südöstliches Europa" mit sich, dass wir auch Aufgaben zu erfüllen haben, die über den unmittelbar wissenschaftlichen Bereich hinausführen: Kontakte aufbauen, Netzwerke knüpfen, Stipendien für Studierende aus dem südöstlichen Europa organisieren sowie Forschungsprojekte konzipieren und unterstützen. Hier kommen Sie zur Homepage Südosteuropäische Geschichte und Anthropologie.

Fachdidaktik für Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung

Der Fachbereich Fachdidaktik Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung (kurz: FDZ GSP) betreut die fachdidaktische Ausbildung der rund 1.350 Studierenden im Bachelor- und Masterstudium „Lehramt Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ sowie die Studierenden im Doktoratsprogramm "Fachdidaktik für das Unterrichtsfach Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz.

Mit der seit 1. Oktober 2017 eingerichteten Professur für „Fachdidaktik Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ wurde der Fachbereich neu ausgerichtet. Mit seiner breiten regionalen, nationalen und internationalen Vernetzung bildet er einen hervorragenden Netzwerkknoten für Forschungen im Bereich des historischen, gesellschaftlichen und politisch bildenden Lernens. Eine weltweit einzigartige Expertise besitzt das FDZ GSP durch die vergleichenden Studien zu Strukturen, Standards und Studienplänen für die Lehrerinnen- und Lehrer-Ausbildung GSP im europäischen Hochschulraum. (CHE-Studie). Ein zweiter Forschungsschwerpunkt des FDZ GSP gilt der empirischen Forschung im Bereich des Unterrichtsfaches Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung (prozessorientierten Geschichtsdidaktik). Über den Geschichtsunterricht hinaus beteiligt sich das FDZ GSP auch an Forschungen im breiten Feld der Geschichtskultur und führt selbst dazu Forschungen durch. Jüngste Veröffentlichung ist eine Studie über das Österreichbild von jugendlichen AHS-Schülerinnen und -Schülern. Die Forschungen zur Geschichts- und Politikdidaktik werden in den Publikationsreihen des FDZ GSP sichtbar gemacht.

Historische Fachinformatik und Dokumentation

Wir definieren die Historische Fachinformatik und Dokumentation (HFI) als Lehre zur formalen Verarbeitung von Nachrichten aus der Vergangenheit und von Informationen über die Vergangenheit. Den Schwerpunkt in Graz bildet die Dokumentation, Edition und Analyse des (schriftlichen) Kulturerbes. Weitere Forschungen betreffen die theoretischen und methodischen Grundlagen des Fachs, die digitale Regionaldokumentation und die Schaffung virtueller Kommunitäten; auf datentechnischer Ebene wird vor allem an datenbankorientierten Verfahren der nicht-relationalen Welt, komplexen Informationssystemen, Anwendungen von X-Technologien sowie Software-Entwicklungen gearbeitet. Weiter Informationen finden sich unter http://hfi.uni-graz.at .

Die HFI bildet auch ein Fach der Bachelor- und Masterstudiengänge Geschichte und des geisteswissenschaftlichen Doktoratsstudiums, in dem Abschlussarbeiten geschrieben werden können. Ein speziell entwickeltes Modul "Angewandte Informatik" für die Angewandte Kulturwissenschaft (Kulturmanagement) kann auch als Wahlfach-Modul im Bereich der "Digital Humanities" absolviert werden. Seit 2012 ist die HFI federführend am Joint-Degree-Masterprogramm EuroMACHS tätig (http://euromachs.uni-graz.at).

Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Der Fachbereich Allgemeine Wirtschafts- und Sozialgeschichte befasst sich als Längsschnittfach grundsätzlich mit dem weiten Themenfeld menschlichen Handelns in seinen jeweils politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontexten sowohl in seiner historischen Bedeutung, als auch in seiner gegenwärtigen Relevanz. Dabei reicht der zeitliche und räumliche Rahmen vom ausgehenden Mittelalter bis zur Gegenwart, wobei lokale, regionale (zentral-)europäische, atlantische sowie transatlantische Räume (insbesondere die Länder Lateinamerikas) sowie deren Vernetzung in verschiedensten Bereichen in Forschung und Lehre besondere Berücksichtigung erfahren. Hinsichtlich der thematischen Ausrichtung sind vor dem Hintergrund eines kulturwissenschaftlichen Ansatzes Fragestellungen zu den Schwerpunkten Märkte, Handel, Bergbau, Verkehr und Technik, Händlernetze zwischen Atlantik und Mittelmeer, Waren-, Kultur- und Techniktransfer sowie zu Kredit- und Geldversorgung von besonderer Bedeutung.

Kontakt

Institutsleiter
Heinrichstraße 26/III 8010 Graz
Univ.-Prof. Dr. phil. Romedio Schmitz-Esser Telefon:+43 (0)316 380 - 2245

Kontakt

Stellvertreter
Mozartgasse 3 8010 Graz
o. Univ.-Prof. Dr. phil. Karl Kaser Telefon:+43 (0)316 380 - 2352

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