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Romedio Schmitz-Esser

Seit Jänner 2017 ist Romedio Schmitz-Esser Professor am Fachbereich für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz. Seit 1. Oktober 2018 ist er Institutsleiter des Instituts für Geschichte.

Geboren 1978 in Hamburg, studierte er Geschichte und Kunstgeschichte in Innsbruck (Mag. phil. 2002). Seit 2002 war er zudem freier Mitarbeiter der Österr. Akademie der Wissenschaften (Inschriften des Bundeslandes Tirol). 2004 folgte ein Aufenthalt als Stipendiat am ÖHI in Rom, 2005 die Promotion zum Thema „Arnold von Brescia im Spiegel von acht Jahrhunderten Rezeption. Ein Beispiel für Europas Umgang mit der mittelalterlichen Geschichte vom Humanismus bis heute“ an der Universität Innsbruck bei Josef Riedmann. Die Arbeit erschien 2007 im Druck (LIT-Verlag) und wurde mit dem Theodor Körner-Preis für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.
Von 2005-2008 war er Stadthistoriker der Stadt Hall in Tirol, im Wintersemester 2006/07 Lehrbeauftragter an der Universität Innsbruck. Es folgte 2008 die Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Knut Görich. 2010/11 erhielt er ein Reisestipendium der Fritz Thyssen Stiftung für Forschungsaufenthalte in Paris und London. 2011-2012 hielt er sich als Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Duke University, NC, USA, auf. 2013 erfolgte die Lehrbefugnis für die Fachgebiete Mittelalterliche Geschichte und Geschichtliche Hilfswissenschaften an der LMU München. Die Habilitationsschrift erschien unter dem Titel "Der Leichnam im Mittelalter. Einbalsamierung, Verbrennung und die kulturelle Konstruktion des toten Körpers" 2014 im Thorbecke Verlag. Sie wurde 2016 neu aufgelegt und ausgezeichnet mit dem Carl Erdmann-Preis des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Die Arbeit wurde zudem mehrfach in den Medien rezipiert; ein Interview mit Romedio Schmitz-Esser strahlte die Ö1-Reihe "Betrifft Geschichte" aus. Im März 2014 folgte ein Aufenthalt als Short Time Lecturer an der Jinan University, Guangzhou, VR China. Von September 2014 bis Ende 2016 war er Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig. 2018 wurde Romedio Schmitz-Esser zum Mitglied im Kuratorium der Barbarossa-Stiftung Altenburg gewählt.

Seine Forschungsschwerpunkte umfassen: Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Mittelalters (Körpergeschichte, Häresien, Kulturkontakt mit Asien); Geschichte Italiens und der Römischen Kommune; Epigraphik des Alpenraumes und materielle Kultur des Mittelalters; Rezeption des Mittelalters in Neuzeit und Moderne.

Seit 2008 ist er im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift "Mediaevistik", seit 2015 Mitherausgeber der "Beihefte zur Mediaevistik". Seit 2017 ist er Peer Reviewer für das Online-Journal "MEMO - Medieval and Early Modern Material Culture Online". Zwischen 2014 und 2017 gab er die italienischsprachige Reihe "Venetiana" heraus. 2006 war er Mitbegründer der interdisziplinären Reihe "Forum Hall in Tirol. Neues zur Geschichte der Stadt", die er bis 2008 herausgab. Gemeinsam mit Jan Keupp (WWU Münster) initiierte er das von 2010-2013 laufende DFG-Netzwerk „Neue alte Sachlichkeit: Realienkunde des Mittelalters in kulturhistorischer Perspektive“ (als Sammelband 2015 bei Thorbecke erschienen). 2007 kuratierte er die Ausstellung „Der Taler um 1500. Eine Haller Münze zwischen Arm und Reich“ in der Münze Hall in Tirol; in Tirol warb er mehrere Drittmittelprojekte ein, die sich mit der Aufarbeitung des Stadtmuseums Hall und der photographischen Erfassung der Inschriften im Tiroler Oberland befassten. Unter den von ihm organisierten Tagungen waren etwa: „Venedig als Bühne. Organisation, Inszenierung und Wahrnehmung europäischer Herrscherbesuche“ (gem. mit Knut Görich und Jochen Johrendt, publiziert in der Reihe "Studi" 2017); „Typical Venice? Venetian Commodities, 13th-16th century“ (gem. mit Philippe Cordez, Tagungsakten in Druckvorbereitung); „Moving Body Parts: Their Transcendence of Time and Space in Pre-Modern Europe“ (gem. mit Urte Krass, April 2014; zum Programm); „BarbarossaBilder. Entstehungskontexte, Erwartungshorizonte und Verwendungszusammenhänge“ (gem. mit Knut Görich, März 2013, publiziert bei Schnell & Steiner 2014).

Publikationen Univ.-Prof. Dr. phil. Romedio Schmitz-Esser

Band 1 der von Romedio Schmitz-Esser und Alexander Zanesco begründeten Reihe "Forum Hall in Tirol" ist vergriffen, deshalb wird er zum kostenlosen Download angeboten (der Download darf nur zu nicht-kommerziellen Zwecken erfolgen, der Inhalt ist urheberrechtlich geschützt).

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.phil.

Romedio Schmitz-Esser

Institut für Geschichte

Heinrichstraße 26/III
8010 Graz

Telefon:+43 316 380 - 2245


Do. 9-10 Uhr (in den Ferien nach Vereinbarung)

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