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Cristina Andenna

Nach meinem Studium der Philosophie und Geschichte an der Università Cattolica del Sacro Cuore di Milano (Italien) arbeitete ich 1996/1997 als Stipendiatin am Istituto italiano per gli studi storici „Benedetto Croce“ in Napoli. Anschließend war ich Promotionsstipendiatin an der Università Cattolica di Milano, wo ich 2001 mit einer Arbeit zur Entwicklung und sozialer Verankerung einer Kongregation von Regularkanonikern in Norditalien promovierte. Diese Arbeit hat auch den Grundstein für meine späteren Forschungen in der Ordensgeschichte gelegt, in deren Fokus u. a. Institutionalisierungsprozesse, die Formierung kollektiver Identitäten und die Konstruktion der memoria stehen. Schwerpunkte sind dabei die Regularkanoniker, Einsiedlergemeinschaften und Bettelorden, aber auch Fragen weiblicher Religiosität. Im Zeitraum von 2001 bis 2003 arbeitete ich als Postdoc-Stipendiatin an der Università degli studi di Padova wahr und als Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung am SFB 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ der Technischen Universität Dresden. Ab 2004 war ich als Ricercatrice (Assistenzprofessorin) an der Università degli studi della Basilicata tätig, wo ich bis 2012 forschte und lehrte. In dieser Zeit nahm ich auch Lehrstuhlvertretungen an der Technischen Universität Dresden und an der Universität Trier wahr und hielt mich für zwei Monate erneut als Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Eichstätt auf. Ab 2012 folgte eine Tätigkeit als wissenschaftliche Koordinatorin und Geschäftsführerin an der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte der Technischen Universität Dresden. Während dieser Zeit war ich drei Monate Visiting Fellow am Internationalen Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung (IKGF) „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Gastprofessorin an der Universität Konstanz. 2016 habilitierte ich an der Technischen Universität Dresden mit einer Arbeit über Institutionalisierungsprozesse und Legitimationsstrategien im süditalienischen Raum und erhielt die Venia Legendi für Mittelalterliche Geschichte. Mein Interesse richtete sich dabei insbesondere auf die historischen Momente der Dynastiewechsel und auf die Strategien der neuen Herrscher zur Legitimation und gesellschaftlichen Verankerung ihrer Herrschaft in den neuen Herrschaftsgebieten. Im November 2020 erhielt ich den Ruf an die Karl-Franzens-Universität in Graz, wo ich seit Dezember 2020 als Professorin für Geschichte des Mittelalters forsche und lehre.

Meine Forschung richtet sich auf das Hoch- und Spätmittelalter, bezieht aber auch das Frühmittelalter ein. Sozial- und kulturwissenschaftliche Ansätze sowie eine gesamteuropäische Perspektive nehmen dabei einen wichtigen Raum ein. Einen regionalen Schwerpunkt bildet die politische, institutionelle und gesellschaftliche Geschichte Süditaliens. Seit einigen Jahren befasse ich mich zudem intensiv mit Frauen- und Gendergeschichte und untersuche z. B. die Rolle der Königinnen im Mittelalter.

Forschungsschwerpunkte:

  • Geschichte der religiösen Orden und Gemeinschaften in europäischer Perspektive (Früh- bis Spätmittelalter)
  • Herrschaftslegitimation und Herrschaftseignung
  • Hagiographie und memoria
  • Politische und institutionelle Geschichte Süditaliens
  • Frauen- und Gendergeschichte
  • Europäische Stadtgeschichte
  • Papsttum und Kirchengeschichte

Lebenslauf

Veröffentlichungen

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.

Cristina Andenna

Institut für Geschichte

Heinrichstraße 26/III
8010 Graz

Telefon:+43 316 380 - 2245


nach Vereinbarung

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