HISTORISCHES LERNEN - INTERKULTURELL UND POSTKOLONIAL.
Aus der Vortragsreihe Decolonizing History am Institut für Geschichte
Die Vortragsreihe „Decolonizing History“ greift die Frage auf, wie koloniale Formen der Machtausübung in der Geschichte ineinandergriffen und auf welche Weise Kolonialität in politische, soziokulturelle und wirtschaftliche Beziehungen eingebettet war.
WANN: 10.03.2026 von 17:00 - 18:30
WO: Fachbibliothek Geschichte (Heinrichstraße 26, 4. OG)
VORTRAGENDER: Felix Hinz (PH Freiburg)
Die Aufarbeitung der (deutschen) Kolonialgeschichte in Öffentlichkeit und Wissenschaft hat seit den 2000er Jahren zu zahlreichen Debatten und Kontroversen geführt. Fragen zu Wiedergutmachung und Restitution, aber auch zur Tradierung kolonialrassistischer Topoi wurden von verschiedenen Akteur:innen gestellt und entweder teilweise oder wenigstens vorläufig beantwortet. Eine Einbettung postkolonialer Theorien in den Geschichtsunterricht steht allerdings trotz dieses unmittelbaren Gegenwartsbezugs noch aus. Der vorliegende Band setzt hier an.
Prof. Dr. habil. Felix Hinz ist ein erfahrener Historiker und Geschichtsdidaktiker, der sich auf die Geschichte der Frühen Neuzeit und der Neueren Geschichte spezialisiert hat. Er ist Professor für Geschichtswissenschaft und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Breisgau. Hinz hat sich durch seine Arbeit mit dem Thema "Hispanisierung" in Neu-Spanien 1519-1568 einen Namen gemacht und hat sich als Autor von Schulbüchern etabliert. Seine Forschung und Lehrtätigkeit beinhalten auch die fachlich-konzeptionelle Planung eines Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg.