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Projekte bis 2024

Disziplingeschichte(n) der „Geschichtsdidaktik“

Beteiligte: Christian Heuer & Hannah Van Reeth

Kooperationen: AK „Disziplingeschichte(n)“ der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD)

 

Anhand von bislang unbearbeiteten und unveröffentlichten Quellen wird der Versuch unternommen, aus praxistheoretischer Perspektive das Feld „der“ Geschichtsdidaktik in den siebziger und achtziger Jahren, den Produktionsprozess geschichtsdidaktischen Wissens, ihre sozialen Praktiken des Agenda-Settings mitsamt ihrer Konstellationen und Wechselwirkungen im Kontext der Zeitschrift „Geschichtsdidaktik“ (1973-1987) mit den Instrumenten der historischen Epistemologie im Modus wissenschaftlicher Reflexivität disziplingeschichtlich neu zu vermessen, um so die Konstituierung und Etablierung der wissenschaftlichen Disziplin Geschichtsdidaktik als Effekt einer eigenen sozialen Praxis zu analysieren.

 

Warum? Der Nationalsozialismus in der Steiermark

Beteiligte: Christian Heuer

Kooperationen: Centrum für Jüdische Studien Graz, Clio, Museum für Geschichte, Professur für Fachdidaktik Geschichte und Politische Bildung an der Universität Wien

 

Im Kontext des Projekts wurde die neue Dauerausstellung zum Nationalsozialismus in der Steiermark gemeinsam mit den anderen Beteiligten konzeptionell und auf der Textebene erarbeitet und kuratiert. Die im November 2022 eröffnete Ausstellung versteht sich in ihrer Funktion als Geschichtswerkstatt als Kommunikations- Aneignungs- und Bildungsraum. Die vielfältigen Praktiken der Vermittlung und Aneignung von Geschichte(n) werden von uns seitdem kontinuierlich theoretisch ergründet, empirisch erfasst und pragmatisch ermöglicht.

 

Geschichte(n) der Geschichtskultur

Beteiligte: Christian Heuer

 

Die innerhalb der Geschichtskultur kursierenden Geschichten, die sie erzählenden Akteur:innen und ihre vielfältigen Praxen können als gegenwärtige Vorschläge, das Historische zu sehen und mit Sinn auszustatten, verstanden werden. Sie unterscheiden sich selbstverständlich je nach Akteur:in, in ihrer Intentionalität und in ihren Formen, in ihrer zugrundeliegenden Methodik und in ihrem Adressat:innenbezug. Eines aber haben sie alle gemeinsam: sie müssen verstanden werden, um zur Orientierung beitragen zu können. Der Umgang mit Geschichte(n) erfordert eben beides zugleich: Sinn zu verstehen und Sinn zu bilden. Im Zentrum der Forschungen steht die Sprache der ge-schichtskulturellen Manifestationen, bzw. ihre narrative Verfasstheit und die Art und Weise wie in unterschiedlichen Formaten (Bildende Kunst, Film, Autobiographie, Fotografie, Spielzeug, Serie, Stadtraum, PostDigitalien) diese Geschichten erzählt werden.

 

Verschriftungsspiele der „neuen“ Geschichtsdidaktik. Über die Praxis der Theorie. (Dissertationsprojekt)

Beteiligte: Hannah Van Reeth

 

Im Hinblick auf die theoretischen Debatten und Auseinandersetzungen der 1970er- und 1980er-Jahre soll in diesem Dissertationsprojekt eine historisch-epistemische Analyse der Grundlagen geschichtsdidaktischer Wissensordnungen erfolgen, indem theoretische Selbsterzählungen geschichtsdidaktischer Akteur:innen in ihren sozialen und machtstrukturellen Verhältnissen der damals jungen deutschsprachigen Geschichtsdidaktik untersucht werden. Die „Formierung einer Disziplin“ soll als Folge theoretischer Positionierungen verstanden werden, deren Konzeptionen einerseits zwar in ihrer abstrakten Form untersucht, jedoch mit ihren disziplinären Narrationen, ihren Aushandlungspraktiken und sozial-politischen Verhältnissen in Verbindung gebracht und kritisch herausgearbeitet werden sollen.  Dabei soll der These nachgegangen werden, dass sich das sozial-politische geschichtsdidaktische Diskursfeld der 1970er- und 1980er-Jahre in einen besonderen textlich-epistemischen Kommunikationsraum verschob, der Theorie als wissenschaftspolitisches Autoritätsmoment versteht.

 

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