Am Montag, dem 12. Mai 2025, luden das Institut für Geschichte / Arbeitsbereich „Geschichte Österreichs und Zentraleuropas“ und das Institut für Kunst- und Musikwissenschaft zu einem Vortrag von Prof. Alexander Carpenter (University of Alberta) ins Meerscheinschlössl ein. Prof. Carpenter sprach über „String Trios as intimations of death? Arnold Schoenberg, Gideon Klein, and interpreting the music of the Holocaust“. Er widmete sich darin der Frage, wie Schoenberg und Klein traumatische Erfahrungen in ihrer Musik verarbeitet haben und belegte dies mit zahlreichen Beispielen. Obwohl sie unabhängig voneinander komponierten – Schoenberg im US-amerikanischen Exil und Klein im KZ Theresienstadt (kurz vor seiner Deportation und Ermordung) – finden sich in beiden Werken Parallelen, wie Carpenter erläuterte. Bemerkenswert ist auch, dass beide das ungewöhnliche Format des Streichtrios wählten. Den gut besuchten Vortrag rundete eine angeregte Diskussion ab.
Donnerstag, 22.05.2025
Geschichte & Musik: Vortrag von Prof. Alexander Carpenter (University of Alberta)
Foto: Saskia Jaszoltowski, Ursula Mindler-Steiner, Alexander Carpenter; Graz, 12.5.2025