Kultur- und Geschlechtergeschichte
PUBLIKATIONEN
MONOGRAPHIEN, SAMMELBÄNDE, SPECIAL ISSUES
- Postwar Amateur Film Practices in a Transnational Perspective
Hanna Stein / Renée Winter / Heidrun Zettelbauer (Hgg.), Postwar Amateur Film Practices in a Transnational Perspective. zeitgeschichte Jg. 50 (2023) Heft 3. V&R unipress / Vienna University Press 2023.
Amateur film and amateur media practices have attracted increasing interest in recent decades in the context oft he visual turn. Questions of agency, participatory and political/ militant film practices, and of representations of „self“ and „other“ are of interest as well as the institutions and networks of amateur productions.. This special issue of zeitgeschichte contributes to this field of research by examining international and transnational developments of amateur films in the period after the Second World War. The collected contributions analyze national specifics and regional shapings of practices as well as cultural constructions in amateur film and video, they trace transnational entanglements of amateur media and tackle cross-border amateur filmmaking and internationally and globally shared discursive references and uses of metaphors in video activism. The authors elaborate parallels to organizational structures in amateur film practices in specific sociopolotical and cultural contexts and discuss aspects of memory and the appropriation of hegemonic visual cultures in individual film practices.
- Verhandlungen von Geschlecht und Sexualität in visuellen Kulturen der 1920er- und 1930er-Jahre
Christina Wieder / Marie-Noëlle Yazdanpanah / Heidrun Zettelbauer (Hgg.), Verhandlungen von Geschlecht und Sexualität in visuellen Kulturen der 1920er- und 1930er-Jahre. zeitgeschichte Jg. 50 (2023) Heft 1. University Press / V&R unipress 2023.
Visuelle Medien – Bildillustrierte, Fotografien, Plakate oder Filme – waren nicht nur Ausdruck der tiefgreifenden gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umbrüche und Konflikte nach dem Ersten Weltkrieg, sondern agierten auch als deren Multiplikatorinnen. Als Räume für die Aushandlung aktueller Debatten und Indiz neuer gesellschaftlicher Entwicklungen – insbesondere in Bezug auf zeitgenössische Geschlechterentwürfe und/oder die Thematisierung sexuellen Begehrens – schufen sie zugleich ein Experimentierfeld für soziale, kulturelle und politische Bewegungen sowie Begegnungen. Die Beiträge des vorliegenden Themenhefts befassen sich mit unterschiedlichen visuellen Medien der 1920er- und 1930er-Jahre und rücken dabei kommerzielle und künstlerische Praktiken ebenso in den Blick wie die Produzent:innen und Konsument:innen visueller Kultur. Sie fragen nach Formen, Darstellungsweisen, Motiven und Figuren, die in diesem Kontext zirkulierten, sowie nach Produktions- und Rezeptionsräumen und deren emanzipativem Potenzial.
- Schmerz
Heidrun Zettelbauer / Maria Fritsche / Bożena Chołuj (Hgg.), Schmerz. L’Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft – European Journal for Feminist History, Jg. 33 (2022) Heft 2. Göttingen: V&R Unipress 2022.
Schmerzen sind zwar eine historische Konstante, aber stark kulturell und zeitspezifisch geprägt. Geschlechterordnungen beeinflussen, was als schmerzhaft empfunden und wie Schmerz ausgedrückt, vermittelt und gedeutet wird. Die in diesem Heft versammelten Beiträge veranschaulichen anhand von Fallstudien die Verknüpfungen von Geschlecht und Schmerz. Die behandelten Themen reichen von selbst zugefügten Schmerzen in psychiatrischen Kontexten oder Selbstverletzungen in queer-feministischen künstlerischen Praktiken über Deutungen von Geburtsschmerzen durch männliche Mediziner bis hin zu den von griechischen Frauen praktizierten Trauerritualen und dem Versuch einer jüdischen Fotografin, das Trauma der Shoah künstlerisch zu fassen. Der Schwerpunkt der Aufsätze liegt auf dem Europa des 19. und 20. Jahrhunderts.
- Sichtbare Frauen – unsichtbare Vergangenheiten. Zur Problematik von Straßen(um)benennungen im Kontext von österreichischen Wissenschaftspionierinnen
Lisa Rettl / Linda Erker (Hgg.), Sichtbare Frauen – unsichtbare Vergangenheiten. Zur Problematik von Straßen(um)benennungen im Kontext von österreichischen Wissenschaftspionierinnen. zeitgeschichte Jg. 48 (2021) H. 3. University Press / V&R unipress 2021.
Straßen(um)benennungen haben seit den 2000er-Jahren Konjunktur: Politisch inakzeptabel erscheinen in den öffentlichen Erinnerungsdebatten mittlerweile Persönlichkeiten mit Nähe zum Nationalsozialismus. In Diskussion steht jedoch auch die Frage, auf welche Weise topografische Bezeichnungen Dominanzverhältnisse und hegemoniale Erinnerungsdiskurse abbilden. Aber der in diesem Kontext geäußerte Ruf nach mehr Gendergerechtigkeit und mehr Sichtbarkeit von Frauen im öffentlichen Raum erweist sich im Zuge der gegenwärtigen Umbenennungspraktiken mitunter als paradoxes Rezept gegen politisch fragwürdige Ehrungen: Nicht wenige Wissenschafterinnen, die als akademische Pionierinnen und Wegbereiterinnen ihres Faches heute mit Straßennamen gewürdigt werden, waren auch politisch aktive Nationalsozialistinnen. An dieser anachronistisch anmutenden Praxis öffentlicher Gedächtnispolitiken setzt das vorliegende Heft an, indem es Perspektiven der Frauen- und Geschlechtergeschichte mit Biografie- und Wissenschaftsforschung verknüpft. Vorgestellt werden drei Wissenschafterinnen, nach denen zuletzt Straßen benannt wurden: Mathilde Uhlirz, Lore Kutschera und Margret Dietrich.
- Kartoffelschaukochen, illegale Kämpferinnen und Krieg. Frauen im nationalsozialistischen Salzburg
Katharina Scharf, Kartoffelschaukochen, illegale Kämpferinnen und Krieg. Frauen im nationalsozialistischen Salzburg. Salzburg: Anton Pustet Verlag 2021.
Im Mittelpunkt dieses Buches stehen Salzburgerinnen aus Stadt und Land, die sich mehr oder weniger intensiv für den Nationalsozialismus begeisterten. Davon ausgehend, dass es keine homogene Gruppe „der“ Frauen gibt und (daher) auch nicht von der Frau im Nationalsozialismus gesprochen werden kann, stellt sich für die Leser:innenschaft natürlich die Frage: Um welche Frauen geht es in diesem Buch? Im Mittelpunkt stehen vor allem jene, die sich für den Nationalsozialismus in verschiedener Form, besonders in Parteiorganisationen, in Stadt und Land bzw. im „Reichsgau“ Salzburg engagierten. Bereits vor dem "Anschluss" 1938 betätigten sich viele als "illegale Kämpferinnen" für die im austrofaschistischen Österreich verbotene NSDAP. In der NS-Frauenschaft und im Deutschen Frauenwerk widmeten sie sich vor und nach 1938 einer Fülle an Aufgaben, die ihre Macht und Ohnmacht greifbar machen. Die Tätigkeiten reichten von der karitativen Spendensammlung bis zur Vermittlung der "Rassenlehre" in Schulungen. Es gab nicht, wie häufig angenommen, das eine, sondern viele verschiedene NS-Frauenbilder, die noch dazu nicht unbedingt mit dem Lebensalltag der Frauen übereinstimmten. Mit der substanziellen Frage, wie viel Einfluss und Macht Nationalsozialistinnen hatten, wird ein aufschlussreicher Aspekt des weiblichen Lebensalltags im Nationalsozialismus erörtert. Dabei geht es nicht darum, Frauen auf bestimmte Kategorien oder Rollen festzulegen – sei es nun auf die „unterdrückte Frau“, auf die „Mutter“, auf die Frau als „Opfer“ oder auf die „Täterin“ oder „Denunziantin“. Vielmehr werden vielseitige Facetten aufgezeigt und damit einhergehend auch das Funktionieren des Systems ergründet. Anhand mehrerer biografischer Einblicke wird in diesem Zusammenhang offenkundig, welche Rolle Faktoren wie Religion, Alter, Beruf, männliche „Parteigenossen“ oder die Ehemänner der Frauen spielten.
- Alpen zwischen Erschließung und Naturschutz. Tourismus in Salzburg und Savoyen 1860–1914
Katharina Scharf, Alpen zwischen Erschließung und Naturschutz. Tourismus in Salzburg und Savoyen 1860–1914 (= Tourismus: transkulturell & transdisziplinär 12). Innsbruck: StudienVerlag 2021.
Tourismus polarisiert. Er verbindet und trennt. In vielen Alpenregionen ist der Tourismus – mit all seinen positiven und negativen Auswirkungen – allgegenwärtig. Die transformative Kraft des Tourismus zeigt sich deutlich am Beispiel alpiner Gebiete wie Salzburg und Savoyen, die sich durch eine mehr als 200 Jahre währende Tourismus-Tradition auszeichnen. Fragen wie „Wem gehören die Alpen?“ und „Sollen sie bewahrt oder erschlossen werden?“ bewegten bereits im 19. Jahrhundert die Gemüter. Ein historischer Vergleich der Tourismusgeschichte der beiden doch so unterschiedlichen Regionen Salzburg und Savoyen fördert spannende Gemeinsamkeiten zutage.
Die hier gleichermaßen fokussierten Aspekte und Fragestellungen der Beziehungen zwischen Tourismus, Infrastrukturen, Ökologie und Naturschutz sowie Zentrum-Peripherie-Verhältnissen und Fragen der Geschlechtergeschichte reichen über eine konventionelle Analyse und Beschreibung der Tourismusgeschichte hinaus und tragen zu einem erweiterten Verständnis tourismusbedingter Entwicklungen bei.
- Europäische Regionalgeschichte. Eine Einführung
Martin Knoll / Katharina Scharf, Europäische Regionalgeschichte. Eine Einführung (= utb 5642). Wien: Böhlau 2021.
Das Begriffspaar "Region" und "regional" ist allgegenwärtig. Was genau eine Region ausmacht, bleibt aber häufig unklar. Dieses Studienbuch führt in grundlegende Begriffe und Konzepte rund um "Region" in der Geschichtswissenschaft ein und skizziert Perspektiven, Methoden und Theorien der Europäischen Regionalgeschichte.
Den Kern dieser Einführung bildet eine Sondierung regionalhistorischer Themen und Zugänge: Politikgeschichte, Mikrogeschichte, Globale und Transterritoriale Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Umweltgeschichte, Stadtgeschichte, Religions- und Konfessionsgeschichte, Tourismusgeschichte, Migrationsgeschichte, Geschichte von Einzel- und Gruppenbiografien, Geschlechtergeschichte, Regionalgeschichte im schulischen Kontext.
- 1914/18 – revisited
Christa Hämmerle / Ingrid Sharp / Heidrun Zettelbauer (Hgg.),1914/18 – revisited. L’Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft/European Journal for Feminist History, Jg. 29 (2018) H. 2. Göttingen: V&R Unipress 2018.
The volume deals with a critical review of national cultures of memory and history in the context of the centenary remembering the outbreak and the course of the First World War. Its starting point is the question in which way the broad activities in science, media and public focussed on Women’s and Gender History. Which topics and aspects did historians analyse and explore? Did increasing debates around 2014 also result in a significant diversification of insights into the gendered history of the war or do we have to state on the contrary a return of “male-centred master narratives” or a persistent orientation towards national paradigms – as gender historians forewarned already at the beginning of the memory boom. Could gender historians fruitfully intercede in debates in academia or popular history? Could they take the chance to shift perspectives within traditional narrations, which tend to discuss the situation of “women in wartime” solely as “special chapter” of a seemingly “general”, but in fact “male centred” history of the war? Can we observe differences in transnational comparison? In order to answer such questions, the current issue of “L’Homme” assembles case studies on Germany and Austria, France/Great Britain, Italy, Portugal and Hungary – thereby focusing also on some European countries or regions, which by tendency stayed marginalised so far in research. Dealing with a broad range of different methodological approaches, the authors examine various shapes of remembrance: scientific writing, national and international conferences or workshops, exhibitions and (virtual) collections or online portals.
Contributions by Angelika Schaser, Alison S. Fell, Fátima Mariano and Helena da Silva, Judith Acsády, Zsolt Mészáros and Máté Zombory, Stefania Bartoloni, Benjamin Ziemann, Ingrid Sharp, Christa Hämmerle, Margaret R. Higonnet, Benno Gammerl, Maria Rösslhumer and Heidrun Zettelbauer.
- Reflections on Camps – Space, Agency, Materiality
Antje Senarclens de Grancy / Heidrun Zettelbauer (Hgg.), Reflections on Camps – Space, Agency, Materiality. zeitgeschichte Jg. 45 (2018) H. 4. Wien / Göttingen: University Press / V&R unipress 2019.
Camps as a global and ubiquitous mass phenomenon of the present and a flexible isolation tool for/against specific socially, politically, or ethnically defined groups are at the centre of current policies and societal debates. In the present volume, the authors explore camps as (cultural) spaces in a broad sense and deal with their complex dimensions as sites of the Modern. They examine camp spaces and their social configurations, physical/architectural qualities, symbolic functions as well as cultural representations in an intent to define the inscribed ambivalences, inconsistencies and paradoxes of the phenomenon. Positioned within different disciplinary contexts (Contemporary History, Visual Studies, Architectural History, Refugee and Gender Studies), the assembled articles present a wide range of understandings and approaches to space, materiality and the relations between governance and agency. The contributors stress the entanglement of social structures, cultural discourse, institutionalization, individual perception and appropriation. They show how the issue of camps can serve as cross-sectional matter for researchers in different fields in Cultural Theory and Contemporary History. Contributions by Antje Senarclens de Grancy (Graz), Ulrike Krause (Osnabrück), Robert Jan van Pelt (Waterloo), Heidrun Zettelbauer (Graz) and Annika Wienert (Warsaw).
- Verkörperungen | Embodiment. Transdisziplinäre Analysen zu Geschlecht und Körper in der Geschichte
Heidrun Zettelbauer / Stefan Benedik / Nina Kontschieder / Käthe Sonnleitner (Hgg.), Verkörperungen | Embodiment. Transdisziplinäre Analysen zu Geschlecht und Körper in der Geschichte. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016.
Der Körper kann als analytisches Schlüsselkonzept der neueren Frauen‐ und Geschlechterforschung betrachtet werden. Innerhalb der feministischen und der Gender‐Theorie forderte die Beschäftigung mit Leib/Körper seit den 1980er Jahren nicht nur etablierte Modelle (z.B. Sex/Gender) heraus, sondern dies nahm bereits früh zentrale Diskussionsfelder vorweg, die spätestens im Rahmen der „kulturwissenschaftlichen Wende“ in den Geistes‐, Sozial‐ und Kultur‐ sowie in den Geschichtswissenschaften allgemein verhandelt werden sollten. Die mitunter heftig und kontrovers geführten Debatten der 1990er Jahre ermöglichten letztlich eine Schärfung von Begriffen und Konzepten – vor allem aber haben sie für die Geschlechtergeschichte ein produktives Forschungsfeld eröffnet, in dem nicht allein auf historische Körperdiskurse fokussiert wird, sondern zugleich auch Prozesse des Herstellens, des Einübens, der Affirmation, aber auch der Subversion von Körperlichkeit in den Blick genommen werden. Das Forschungskonzept „embodiment“, das alle Beiträge im vorliegenden Sammelband miteinander verknüpft, verweist auf Momente „of becoming a body insocial space“ (Leslie Adelson), also auf jene Prozesse, in denen sich Körper mit Geschlecht und weiteren kulturellen Differenzkategorien verschränkt und performativ beständig hergestellt wird. In unterschiedlichen Fallstudien vom Mittelalter bis in die Gegenwart gehen Geschlechterhistoriker:innen und -theoretiker:innen den skizzierten Fragestellungen nach. Mit Beiträgen von Heidrun Zettelbauer, Hanna Hacker, Kerstin Palm, Stefan Benedik, Libora Oates‐Indruchova, Andrea Meissner, Nina Kogler, Andrea Moshövel, Josephine Hoegaerts, Stefan Hartmann, Susanne Leuenberger, Tanja Prokic, Marina Hilber, Willemijn Ruberg, Fatma Gökçen Beyinli und Angelika Baier.
EINZELBEITRÄGE (AUSWAHL)
- Viktoria Wind, Working-Class Soldiers: Social Democratic War Correspondence and Militarized Masculinity in Austria-Hungary during the First World War, in: Frank Jacob (Ed.), War and Journalism (= War (Hi)Stories 13). Paderborn [2024], 147-173.
- Viktoria Wind, Arbeiter und Soldaten. Männlichkeitsdiskurse in der Kriegsberichterstattung der sozialdemokratischen Arbeiter-Zeitung während des Ersten Weltkriegs. In: Portal Militärgeschichte, 08. April 2024.
- Viktoria Wind, A „New Kind of Soldiering”. The Social Democratic Construction of Military Masculinity in the Austrian Volkswehr (1918-1920). In: Hanna Stein / Renée Winter / Heirdun Zettelbauer (Hgg.), Postwar Amateur Film Practices in a Transnational Perspective. zeitgeschichte Jg. 50 (2023) H. 3, S. 417-437.
- Katharina Scharf, Die Umweltbewegung in Österreich aus frauen- und geschlechterhistorischer Perspektive. Eine Lang-Zeit-Geschichte. In: Robert Groß / Ernst Langthaler (Hgg.), „Zeitalter der Extreme“ oder „Große Beschleunigung“? Umweltgeschichte Österreichs im 20. Jahrhundert. zeitgeschichte Jg. 50 (2023) H. 2, S. 237–260.
- Katharina Scharf, „An die Thiere!“. Tier- und Vogelschutz im 19. Jahrhundert aus frauen- und geschlechterhistorischer Perspektive. In: Friedrich Bouvier et al. (Hgg.), Umwelt – Geschichte – Graz. Historisches Jahrbuch der Stadt Graz 52 (2023), S. 135–151.
- Katharina Scharf, Environmental Women: Rachel Carson and Her Fellow Activists. In: DEP – Deportate, Esuli, Profughe 50, Venezia 2023, S. 99–111.
- Heidrun Zettelbauer, Vergeschlechtlichte Konfliktzonen. Kriegsfürsorge zwischen patriotisch-nationalen Geschlechterentwürfen und staatlich-militärischen Interessen. In: Nicole-Melanie Goll / Werner Suppanz (Hgg.), Heimatfront. Graz und das Kronland Steiermark im Ersten Weltkrieg, Wien/Köln 2022, S. 215–249.
- Heidrun Zettelbauer / Lisbeth Matzer, Changierende Namensgebungen und präfigurierte Lesarten. Mathilde Uhlirz‘ Biografie als Irritation städtischer Gedächtnispolitiken. In: Lisa Rettl / Linda Erker (Hgg.), Sichtbare Frauen – unsichtbare Vergangenheiten. Zur Problematik von Straßen(um)benennungen im Kontext von österreichischen Wissenschaftspionierinnen. zeitgeschichte Jg. 48 (2021) H. 3. University Press / V&R unipress 2021, S. 307–333.
- Katharina Scharf / Robert Groß / Martin Knoll, Where the Histories of the European Recovery Program (ERP)/Marshall Plan and European Tourism Mett. An Introduction. In: Robert Groß / Martin Knoll / Katharina Scharf (Hgg.), Transformative Recovery? The European Recovery Program (ERP)/Marshall Plan in European Tourism. Innsbruck: innsbruck university press 2020, S. 7–32.
- Heidrun Zettelbauer, Unwanted Desire and Processes of Self-Discipline. Autobiographical Representations of the Reichsarbeitsdienst Camps in the Diary of a Young Female National Socialist. In: Antje Senarclens de Grancy / Heidrun Zettelbauer (Hgg.), Reflections on Camps – Space, Agency, Materiality. zeitgeschichte Jg. 45 (2019) H. 4, S. 537–574.
- Heidrun Zettelbauer, Vergeschlechtlichte Erinnerungskulturen im Kontext von 1914/18. Im Rahmen des gemeinsamen Beitrages von Christa Hämmerle, Heidrun Zettelbauer, Gabriella Hauch, Bożena Chołuj, Ingrid Bauer, Claudia Kraft, Intervention oder Integration? Erinnerungsjahre und historische Jubiläen – geschlechtergeschichtlich gewendet. In: Regina Schulte / Xenia von Tippelskirch (Hgg.), Fall – Porträt – Diagnose. L’Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft, Heft 1 (2019), 30. Jg., Göttingen 2019, S. 109–128.
- Viktoria Wind / Karin M. Schmidlechner, Frauen in Graz von 1918 bis 1938. In: Friedrich Bouvier / Wolfram Dornik / Otto Hochreiter / Nikolaus Reisinger / Karin Schmidlechner (Hgg.): Graz 1918–1938 (= Historisches Jahrbuch der Stadt Graz 48). Graz: Leykam 2019, S. 119–157.
- Heidrun Zettelbauer, Das fragile Geschlecht der Kriegsheldin. Diskursivierungen weiblicher Heilungs- und Verletzungsmacht im Ersten Weltkrieg. In: Johanna Rolshoven / Toni Janosch Krause / Justin Winkler (Hgg.), Heroes. Repräsentationen des Heroischen in Geschichte, Literatur und Alltag (= Edition Kulturwissenschaft 156). Bielefeld: transcript-Verlag 2018, S. 91–126.
- Viktoria Wind, "Braune" Flecken und wie man wieder "sauber" wird. Die "Persilscheine" des Ferdinand Weinhandl. In: Sabine Kaspar / Evelyn Knappitsch / Bernhard Thonhofer / Florian Ungerböck (Hgg.), Die Karl-Franzens-Universität Graz und der lange Schatten des Hakenkreuzes. Graz: Unipress 2017, S. 27–42.
FACHZEITSCHRIFTEN (PEER REVIEWED)
Heidrun Zettelbauer ist Mitglied im Editorial Board der beiden peer-reviewed Zeitschriften „L’Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft“ (V&R) und „Zeitgeschichte“ (V&R, Vienna University Press). Informationen zur Herausgabe einzelner Themenhefte von anderen Fachzeitschriften finden Sie unter "Monografien, Sammelbände, Special Issues" (s. oben).
- L'Homme - Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft
- zeitgeschichte
Zur Zeitschrift „zeitgeschichte“ (Vienna University Press), V&R: Göttingen
Verein zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Zeitgeschichte, Zeitschrift „zeitgeschichte“
PODCASTS
zum Nachhören
- Podcast "Weltverbesser für Anfänger:innen, kenne deine Rechte" Folge 34: Frauen-Geschichte, Heidrun Zettelbauer zum feministischen Kampftag
- Podcast "Geschichte Europas", Folge 6: "Europäische Regionalgeschichte, mit Prof. Dr. Martin Knoll und Dr. Katharina Scharf" (22.09.2022)
- Podcast der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung "gender&mehr", Folge 4: "Kriegsfürsorge mit Heidrun Zettelbauer"
- Podcast des Universalmuseums Joanneum "Ladies First!", Folge 3: "Heidrun Zettelbauer, Historikerin"