Mit der Veröffentlichung von Chat GPT im November 2022 hat sich die Nutzung künstlicher Intelligenz rasant verbreitet. Seither wird intensiv über Potenziale, Risiken und Fehler maschinellen Lernens debattiert. Deshalb organisiert der Arbeitsbereich Zeitgeschichte eine neue Veranstaltungsreihe „HistoryGPT oder mehr? KI in der Zeitgeschichte, KI als Zeitgeschichte“, die vom Land Steiermark gefördert wird.
Unsere Veranstaltungsreihe ordnet KI zeithistorisch ein und diskutiert ihre Nutzung in der geschichtswissenschaftlichen Praxis. Historiker:innen zählen laut einer Microsoft-Studie (2025) zu den besonders stark von generativer KI betroffenen Berufsgruppen – Grund genug, Chancen und Risiken differenziert zu beleuchten.
Was kann KI in der Zeitgeschichte leisten? KI-gestützte Tools versprechen neue Zugänge zu großen digitalen Quellenbestände und bessere Orientierung im Datenüberfluss. Zugleich stellen sie uns vor methodische und ethische Herausforderungen:
- Ist, wie „HistoryGPT“ suggeriert, wirklich alles auffindbar und verwertbar?
- Wie gehen wir mit Halluzinationen, Bias und unklaren Trainingsdaten um?
- Welche Folgen haben leicht verfügbare, kommerzielle Tools für die Interpretation komplexer Kontexte und mehrdeutiger Quellen?
Der erste Vortrag findet am 8. Juni 2026 statt. Die Technikhistorikerin Martina Heßler (TU Darmstadt) spricht zum Thema „Woher wissen wir, ob die KI halluziniert? Zur Geschichte technologischer Fehler“.